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Galileo 7/8 in Neuss

 
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Conventionbericht aus Neuss von Doro

by Doro

Galileo 7, die Achte!

Das Ziel hie├č Neuss, Swissotel. Der Grund: Es war mal wieder Zeit f├╝r eine Galileo Convention.
Nat├╝rlich durften auch einige Mitglieder des Star Trek Fan Clubs Goslar e.V. nicht fehlen. Also machte sich, die rein weibliche, Abordnung des Clubs auf den Weg ins Ruhrgebiet. Sonja ├╝bernahm das Fahren und Anja, Suse und Doro verteilten sich auf den Rest des Autos. Die Fahrt verging ohne Probleme und so kamen wir gegen 14 Uhr in Neuss an, wo auch unser Mitglied aus Hamburg schon da war. Andrea lie├č es sich nicht nehmen unseren Trupp zu vervollst├Ąndigen.
Angek├╝ndigt waren als Gaststars: Richard Arnold, Janet und Larry Nemecek, Patrick Kilpatrick(Gastrolle in vielen TV-Serien, ua. TNG, X-Files, Babylon5), Reiner Sch├Âne (Kein Kommentar), Patti Yasutake (Schwester Ogawa), Manu Intiraymi (Icheb), J.G.Hertzler und Robert O'Reilly (Martok und Gowron), Vaughn Armstrong (Admiral Forrest, Enterprise),Garrett Wang (Harry Kim, Voyager), Rene Auberjonois und Nana Visitor (Odo und Kira, DS9). Aber es gab auch noch so einen richtigen Anreiz, jedenfalls f├╝r die meisten Fans. Die Crew der Galileo Convention hatte es geschafft, ihn endlich zu einer deutschen Convention zu ├╝berreden: Patrick Stewart! Und er war wirklich da.
Der Freitag Nachmittag begann eher verhalten, da es bis zur Opening Cermony um 17 Uhr noch etwas Zeit war, hatte man die Gelegenheit, im H├Ąndlerraum zu st├Âbern oder alte Bekannte und auch Neue zu treffen. Der H├Ąndlerraum war klein, aber wenn man etwas Bestimmtes suchte, konnte man f├╝ndig werden.
Nach der Opening gab es drei Panels, die uns aber nicht so sehr interessierten. Wir holten uns Autogramme, Doro traf Teresa, die jetzt in Berlin wohnt und Michi, die in Neuss lebt und so verging eine Weile mit vielen Gespr├Ąchen. Dann machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant, aber Fehlanzeige. Das Swisshotel liegt im Industriegebiet von Neuss und so gab es nicht viele M├Âglichkeiten. Ein italienisches Restaurant, welches aber um 21 Uhr schon geschlossen hatte und ein anderes, das gerade renoviert wurde. Was blieb uns ├╝brig? Suse und Andrea gingen ins Swissotel zur├╝ck und Anja, Sonja und Doro ins Holiday Inn, wo wir dann in der Bar eine Kleinigkeit a├čen.
Der Samstagvormittag stand f├╝r Doro im Zeichen eines Treffens mit den Chatfreunden der RS Voyager Community, auch Sonja, die dort angemeldet ist, war kurz dabei. Es war schon interessant, die Gesichter hinter den Nicknamen mal live und in Farbe zu sehen. Man war sich gleich sympathisch und es war, als ob man sich gut kennen w├╝rde, was im Grunde ja auch stimmt, wenn man sich mehrmals in der Woche im Chat trifft. Wir suchten uns Pl├Ątze in einem Eiscafe und unterhielten uns fast zwei Stunden lang. Dann war es Zeit, endlich mal ein paar Gastpanels zu besuchen. Gegen Abend gings noch mal zur├╝ck ins Holiday Inn, zum "Aufbrezeln" f├╝r die Conparty. Und nat├╝rlich um Patrick Stewart auf der B├╝hne zu erleben.
Die Conparty war laut und lustig und vor allem lang und wir hatten viel Spass daran.
Der fehlte uns dann am Sonntagmorgen, als es ans Aufstehen ging. Etwas ├╝bern├Ąchtigt fr├╝hst├╝ckten wir lange und ausgiebig, um dann auszuchecken und den letzten Conventiontag zu beginnen. Wir sahen uns fast alle Panels noch einmal an, auch Patrick Stewart kam erneut auf die B├╝hne und dann, wie immer, viel zu schnell, war es Zeit f├╝r die Closing Ceremony. ausnahmsweise begann diese p├╝nktlich und so fuhren wir gegen 19 Uhr wieder in Richtung Heimat, mit dem obligatorischen Schlenker, weil wir nicht sicher waren, auf dem richtigen Weg zu sein.

Opening Ceremony

Nach einem sehr witzigen Kurzfilm (Borgw├╝rfel gegen Voyager an einer galaktischen Ampel die rot zeigt, man h├Ârt die Antriebe heulen und sieht Tribbles die bei der Gr├╝nphase ├╝ber einen imagin├Ąren galaktischen Fu├čg├Ąnger├╝berweg gehen, oder besser fliegen) war es dann soweit. Die Galileo 7/8 wurde er├Âffnet. Bis auf Patrick Stewart waren auch alle G├Ąste schon da, Angefangen bei Richard Arnold, ├╝ber Manu Intiraymi, der mit der Seven of Nine Puppe in Lebensgr├Â├če auf die B├╝hne kam, dieser mit den Worten "Das wollte ich immer schon mal machen" an den Busen griff und dazu sagte: "Icheb war ein so netter Junge und ich...bin ein ganz versauter Kerl!", bis hin zu Nana Visitor, die sofort von "Odo" Rene Auberjonois umarmt und gek├╝├čt wurde, was sie zu dem Kommentar verleitete: "Ohne Gummi ist es besser!"
Auch J.G.Hertzler und Robert O'Reilley griffen sich Seven, die sie aber f├╝r Nana sofort stehen lie├čen und sich dieser zu F├╝├čen warfen. Alle Schauspieler betonten, wie gerne sie hergekommen seien und wurden mit herzlichen Applaus daf├╝r belohnt.


Make it so oder Captain Picard auf der Br├╝cke
Ein sehr pers├Ânlicher Bericht von Doro

Die Uhr zeigt 20 Uhr an und der Saal des Swisshotels f├╝llt sich immer mehr. Es ist nicht so einfach, zu seinem Platz zu kommen, denn die vielen, mit Kameras bewaffneten, Fans dr├Ąngen sich in den G├Ąngen zwischen den Sitzreihen. Wenn ich mich umsehe, blicke ich in viele gespannte Gesichter. Gleich wird er also auf der B├╝hne stehen, der Mann, den Paramount damals als neuen Captain der Enterprise ausgesucht hat. Er ist nicht "mein" Captain, das war immer Kirk und ich wollte von der neuen Crew nie etwas wissen. Nat├╝rlich war irgendwann der Widerstand zwecklos und ich habe auch TNG gesehen, doch "mein" Captain wurde dieser Jean-Luc Picard nie. Bin ich nun gespannt auf den Mann hinter Captain Picard oder nicht? Nat├╝rlich wei├č ich, dass Patrick Stewart noch nie auf einer deutschen Convention gewesen ist. Nat├╝rlich habe ich andere Filme mit ihm gesehen, sei es nun "X-Men" oder "Moby Dick". Nat├╝rlich hatte ich auch die Berichte zweier Clubkameradinnen, die in Hamburg waren, als Patrick Stewart auf Promotour f├╝r die DVD Boxen der TNG Serie unterwegs war, noch im Ohr. Die Entt├Ąuschung der Beiden ├╝ber den kurzen und nicht gerade, um es h├Âflich zu sagen, optimal gelaufenen Auftritt. Ich bin kein TNG Fan, ich mag Picard nicht sehr. Und ich habe so ein flaues Gef├╝hl im Magen, dass die n├Ąchste Stunde langweilig werden wird. Was, wenn Mr. Stewart sich weigert, Fragen zu beantworten, die mit Star Trek zu tun haben, wenn er mit einem so unbewegten Gesicht, wie in der Serie auf der B├╝hne steht? Bin ich die Einzige, die skeptisch ist? Die Einzige, die kein Picard Fan ist? Fast glaube ich das wirklich. Naja, ich lasse mich mal lieber nicht von Vorurteilen leiten und warte ganz einfach ab, was bei diesem Auftritt passieren wird.Doch zun├Ąchst kommt erst einmal Rene Ahlberg auf die B├╝hne, der uns Fans einige Verhaltensmassregeln auf den Weg gibt. Wir sollen keine Bitten ├Ąu├čern in der Richtung :" Kann ich eine Umarmung bekommen." Wir sollen nur die ersten f├╝nf Minuten mit Blitzlicht fotografieren. Vern├╝nftige Anweisungen. Und dann ist es tats├Ąchlich soweit. Ein kurzes Video mit Ausschnitten aus der Serie und den Filmen, dann die Ansage und da steht er nun wirklich live und in Farbe auf der B├╝hne! Mr. Patrick Stewart. Der Applaus ist heftig und will kein Ende nehmen, ich ertappe mich dabei, wie ich aufstehe und genauso laut und engagiert, wie all die Anderen, meine H├Ąnde zusammen klatsche.
Stewart steht auf der B├╝hne, er sieht genauso aus, wie im letzten Film mit der TNG Crew. Mein erster Gedanke ist: Der hat sich gut gehalten! Er ist schlank, sonnengebr├Ąunt und muskul├Âs. Und er l├Ąchelt! Es dauert f├╝nf Minuten, bis er sich Geh├Âr verschaffen kann und er bedankt sich f├╝r den Applaus, sagt, was alle sagen, dass er sich freut hier zu sein und verlangt dann, das Video noch einmal abzuspielen, weil er es hinter der B├╝hne nicht sehen konnte. Das Video startet, aber ohne Ton. Rene kommt heraus, sichtlich verlegen und meint, dass man sich in Deutschland halt pr├Ązise ausdr├╝cken muss, schlie├člich wollte er, Stewart, ja nur das Video sehen, von Ton habe er nichts gesagt. Die Technik beeilt sich und das Video l├Ąuft erneut, dieses Mal mit Ton. Stewart sieht sich das Video an, ab und zu zuckt sein Mundwinkel in einem angedeuteten L├Ącheln und danach geht es los. Er erz├Ąhlt, dass er vor drei Wochen eine, harmlose, Herzoperation hatte, dass es ihm seitdem wesentlich besser geht, dass er neun Monate lang pausiert hat und demn├Ąchst wieder einen Film machen wird, zu dem er aber noch nichts sagen k├Ânne. Er fordert die Fans auf, ihm Fragen zu stellen und die Fragen kommen. Er beantwortet jede, sehr ausf├╝hrlich und mit viel Humor. Er agiert schlagfertig und ist witzig. Bei der Frage, wie es war, als "Nemesis" abgedreht war, als er wusste, dass es der letzte Film mit seiner Crew gewesen ist, was er da empfunden habe, k├Ąmpft er um seine Stimme, offensichtlich ger├╝hrt. Schauspielerei? Nein, ich glaube nicht, das war echt. Er gibt lange Antworten auf kurze Fragen, erkl├Ąrt, dass er sich kaum noch an die Episoden von TNG erinnern kann, sagt, dass er ab und zu eine sieht und dann ganz erstaunt ist, dass er das tats├Ąchlich gesagt oder getan hat, er w├╝sste es gar nicht mehr so genau. Aber er beantwortet jede Frage zu TNG, er freut sich offensichtlich, wenn man ihm zu anderen Filmen, die er gemacht hat, Fragen stellt. Irgendwann zieht er die braune Wildlederjacke aus und unter dem schwarzen T-Shirt zeichnen sich die Muskeln deutlich ab, n├Ąchster Gedanke: Gar nicht mal so unattraktiv! Er l├Ąchelt viel, lacht ab und zu, was ihn in meinen Augen sehr sympathisch macht. Er bescheinigt uns Fans, dass wir gute Fragen stellen. Offensichtlich macht ihm die Kommunikation mit seinem Publikum Spass. Stewart ist kein Typ, der auf der B├╝hne herumalbert und trotzdem gibt es viel zum Lachen durch seine, manchmal, sehr trockene Art, auf Fragen oder Bemerkungen zu reagieren. Als eine ziemlich besch├Ądigte "Borgdrohne" ans Mikro geht, fragt er sie, wie ein attratives M├Ądchen wie sie, sich dieses Kost├╝m antun k├Ânnte (bei seinem Panel am n├Ąchsten Tag, hatte sie es nicht mehr an). Einen Doppelg├Ąnger fordert er auf, die Brille ab zu nehmen, damit die ├ähnlichkeit noch deutlicher wird. Immer wieder wird er auf seine Theaterkarriere angesprochen, Shakespeare ist an diesem Abend irgendwie allgegenw├Ąrtig und als Stewart uns auffordert, die letzte Frage zu stellen und hofft, dass es eine intelligente Frage, eine Herausforderung f├╝r ihn sein wird, kommt die Aufforderung an ihn, doch etwas aus einem Shakespeare St├╝ck vorzutragen. Er w├Ąhlt eine Szene aus Richard III.- Duke of Gloucester und die Intensit├Ąt seines Vortrags, verz├Âgert den Applaus, nachdem er geendet hat. Er bedankt sich beim Publikum, verabschiedet sich, bis zum n├Ąchsten Panel am folgenden Tag und verl├Ąsst die B├╝hne, wird aber noch einmal heraus gerufen durch den, nicht enden wollenden, Beifall. Ich ertappe mich dabei, dass auch ich bei den Standing Ovations mitmache.
Bin ich nun innerhalb einer Stunde zum TNG Fan mutiert? Nein, ich mag die Serie nach wie vor nicht, Kirk und Janeway sind mir nach wie vor lieber als Jean-Luc Picard. Aber da oben stand ja nicht der Captain der Enterprise D. Da oben auf der B├╝hne stand ein wundervoller Schauspieler und ein sehr sympathisch wirkender Mann. Was immer auch gesagt wurde ├╝ber Starall├╝ren, mag sein, dass er sie hat, aber, da gibt es ganz andere. Auf der B├╝hne, und nur das z├Ąhlte an diesem Abend f├╝r mich, war er hervorragend und mehr als nur sehens- und h├Ârenswert. Gut, dass die Macher der Galileo nicht aufgegeben haben und Patrick Stewart nach Deutschland holten.


Patrick Stewart, zum Zweiten!

Das letzte Panel der Galileo7/8 stand noch einmal im Zeichen der TNG Serie. Patrick Stewart absolvierte seinen zweiten Auftritt und bewies, dass der gestrige Abend kein Einzelfall war. Nach dem Begr├╝├čungsapplaus, fragte sich Stewart, warum es so lange gedauert habe, bis er zu einer deutschen Convention gekommen sei, wahrscheinlich l├Ąge es daran, dass ihn niemand eingeladen habe, das mit einem kleinen Augenzwinkern. Er erz├Ąhlte, dass er am Sonntagmorgen einen langen Spaziergang am Rheinufer gemacht habe und es ihm hier gut gef├Ąllt. Wieder war der Schauspieler gut gelaunt und forderte sein Publikum zu Fragen auf. Die Atmosph├Ąre wirkte viel lockerer als am Abend davor, die Scheu vor dem gro├čen Namen war gewichen. Stewart versprach, kurze Fragen mit besonders langen Antworten zu w├╝rdigen, was er auch tat, oder zumindetens versuchte, da ihm der eine oder andere Fragesteller schon mal das Wort abschnitt. Aber das tat dem Wechselspiel zwischen Publikum und Patrick Stewart keinen Abbruch. Am Mikrofon stand dann ein junger Mann und sagte, er wolle keine Frage stellen, sondern einfach nur danke sagen, f├╝r die fantastische Darstellung nicht nur Picards, sondern auch Captain Ahabs oder Professor X, und er m├Âchte ihm seinen dreieinhalb Jahre alten Sohn vorstellen, der den Namen Jean-Luc tr├Ągt. Zun├Ąchst herrschte eine Weile Schweigen, dann winkte Stewart den Mann mitsamt dem kleinen Kind zu sich, der Junge wurde auf die B├╝hne gestellt und Stewart gab ihm die Hand. Als er sich dann wieder herumdrehte, wischte er sich vor R├╝hrung ├╝ber die Augen. Auf die Frage, ob er Herr der Ringe gelesen hat und mag; und ob er gerne in den Filmen mit gespielt h├Ątte, sagte Stewart, dass er Herr der Ringe gelesen hat, mehr als einmal, auch den "Kleinen Hobbit" und dass er die B├╝cher liebt. Als er jung war, h├Ątte er sich immer in der Rolle des Samweis Gamdschie gesehen, sp├Ąter dann w├Ąre er gerne Aragorn gewesen. Er hatte auch einen Termin bei Peter Jackson, an dem Tag, als Jackson Team zur├╝ck nach Neuseeland gehen wollte, also, bevor der Film gedreht wurde. Stewart hatte vor diesem Termin Urlaub in der Karibik gemacht und sich eine Taschenbuchausgabe vom Herrn der Ringe mitgenommen, die ihm dann bei einem Segelt├Ârn ins Wasser fiel, die Seiten trockneten nicht so richtig und so riss er Seite um Seite heraus, las sie und warf sie dann zerkn├╝llt in den Papierkorb. Das habe ihm sehr leid getan, weil das nicht seine Art ist, B├╝cher zu behandeln, aber es ging nicht anders. Mit aufgefrischtem Wissen und der Vorstellung, dass eigentlich nur Aragorn f├╝r ihn in Frage k├Ąme, ging Stewart dann zu dem Termin mit Peter Jackson, der buchst├Ąblich schon auf gepackten Koffern sass. Es wurde ├╝ber das Script zum Film gesprochen und da machte Stewart, nach eigener Selbsterkenntnis einen grossen Fehler. Wenn man eine Rolle haben will, dann sollte man sich die Kritik am Drehbuch aufheben, bis der Vertrag sicher unterschrieben sei. Er aber habe zu Jackson gesagt, das es seiner Meinung nach in dem ganzen B├╝chern nur eine wahre Liebesgeschichte g├Ąbe. N├Ąmlich zwischen Frodo und Samweis Gamdschie. Damit war das Thema f├╝r Jackson sofort beendet, der dann aufstand und meinte, er m├╝sse zusehen, dass er p├╝nktlich weg kommt.
Dann kam die Sprache auf X-Men Teil drei, der im n├Ąchsten Jahr gedreht wird. Dar├╝ber d├╝rfe er noch nichts sagen, aber er fragte, ob wir glauben, das Jean Grey wieder kommt. Die ├╝berwiegende Mehrheit glaubte das und Stewart nickte dazu, meint aber gleich, er wisse nat├╝rlich von nichts. Auf die Frage, was er denn machen w├╝rde, wenn es die Mutanten aus dem Film wirklich g├Ąbe, ob er sie vernichten wollte oder unterst├╝tzen, meinte der Schauspieler, dass er solche Menschen, genau wie Professor X, unterst├╝tzen w├╝rde und nebenbei, er h├Ątte gerne solche Kr├Ąfte. Zum Schluss seines Auftritts trug er ein Shakespeare Sonett vor und wurde mit einem kr├Ąftigen Applaus belohnt. Schlie├člich bedankte er sich beim Publikum und verabschiedete sich bis "zum n├Ąchsten Mal". Darauf k├Ânnen wir nur hoffen, denn diese beiden Auftritte verlangen geradezu nach einer Fortsetzung.

Garrett Wang

Erneut war auch "Harry Kim", Garrett Wang mal wieder bei der Galileo Convention. Aber fast h├Ątten wir ihn nicht wieder erkannt. Seine neue Frisur lie├č n├Ąmlich eher einen Indianer als einen Chinesen in ihm vermuten. Mit wehender langer M├Ąhne und der Entschuldigung, dass im Hotel der Strom ausgefallen war, als er unter der Dusche stand und er daher noch nasse Haare hatte, betrat er am Samstag Nachmittag die B├╝hne. Er beantwortete Fragen und erz├Ąhlte viel ├╝ber die Streiche am Set. Die meisten Geschichten kannten wir schon, obwohl es immer wieder zum Lachen ist, wenn er Janeway oder den Holodoc nachmacht. So fehlte dann weder die "Ellenbogenstory", wo Garrett beim Drehen versehentlich statt Jerri Ryan's (Seven) Ellenbogen, ihren Busen anfasste oder die Geschichte vom Furzkrieg zwischen Tim Russ, Ethan Phillips und Robert Duncan McNeill. Erst beim zweiten Panel am Sonntag erfuhren wir dann etwas Neues. Garrett gibt seine Stimme eben f├╝r Werbespots her, er w├╝rde gerne Comedy machen und w├Ąre auch einem Voyager Kinofilm nicht abgeneigt, aber das w├Ąre wohl momentan in weiter Ferne. Dann erz├Ąhlte er, dass er mit einem Freund per Flugzeug unterwegs zu einem Footballspiel war und er seinen Platz hinten in der Maschine hatte, w├Ąhrend sein Kumpel einen der vorderen Sitze belegte und neben einem asiatisch aussehenden Mann sass. Dieser Kumpel wartete nach der Landung auf Garrett und der Asiate war bei ihm. Garrett kam zu den beiden, sein Freund meinte :Please, meet Harry Kim!" Und Garrett glaubte, der Mann sei ein Fan von ihm. Doch der Freund sch├╝ttelte den Kopf und sagte: "Das ist Harry KIm". Auf die erstaunte Nachfrage, antwortete der Asiate, dass sein Name Harry Kim sei und er, w├Ąhrend Voyager im TV lief, bei der US Navy gedient hatte, Dienstrang: F├Ąhnrich. Garrett kriegte sich gar nicht wieder ein und meinte dann, dass sie dann ja gleich w├Ąren, darauf der echte Harry Kim: "Nein, sind wir nicht. Ich wurde zum Lieutenant bef├Ârdert! Wang machte dann mal wieder die einzelnen Seriencharaktere nach, wie sie die Konsolen bedienen, (bei Janeway sieht es immer so aus, als habe sie die Bedienungsanleitung nicht gelesen, bei Seven, als h├Ątte sie gerade eine Manik├╝re bekommen und bei Tom Paris, als w├Ąre er an der Kasse eines Schnellrestaurants und w├╝rde fragen:"Pommes und Cola zu dem Burger?", was den Saal wieder zu Lachst├╝rmen hin riss.
Dann erz├Ąhlte er noch von einem Spielchen, dass er erfunden hat. N├Ąmlich das "Fang den Kommunikator" Spiel. Die Voyagerkommunikatoren wurden mit Klettband an der Uniform befestigt. Eines Tages, als es Garrett Wang wohl langweilig war, nahm er den Kommunikator ab, warf ihn sich selbst entgegen und, Klettband landete auf Klettband, so dass der Kommunikator wieder an seiner Brust haftete. Als Robert Duncan McNeill das sah, machte er gleich mit und sie bewarfen sich gegenseitig mit den fliegenden Kommunikatoren, bis Kate Mulgrew (wieder machte Garrett ihre Stimme nach)
aufmerksam wurde und es auaprobieren wollte. Sie riss einfach den Kommunikator von "Harry Kims" Uniform und versuchte es auch einmal, Auxch sie traf und so vetrieb man sich dann eben die langweilige Warterei auf die n├Ąchste Szene!

Rene Auberjonois und Nana Visitor

Nachdem sowohl Rene Auberjonois als auch Nana Visitor am Samstag ein Einzelpanel hatten, standen sie am Sonnrtag Nachmittag gemeinsam auf der B├╝hne. Sind beide einzeln schon sehr sehenswert, zusammen sind sie schwer zu ├╝bertreffen.Das ging schon damit los, dass immer, wenn Rene eine Geschichte zum Besten geben wollte, Nana erkl├Ąrte, die habe sie gestern schon erz├Ąhlt, bis sich Auberjonois in gespielter Verzweiflung auf den Boden warf. Beide sagten, dass sie, wenn sie eine Arbeit beendet haben, sich nur noch selten an den Text oder Szenen erinnern k├Ânnen, aber trotzdem wussten sie meistens dann doch worum es in den Fragen ihrer Fans ging. Als jemand wissen wollte, ob sie nach Drehschluss Schwierigkeiten hatten, in den normalen Alltag zur├╝ckzukehren, gaben sie verschiedene Antworten. Rene Auberjonois meinte, dass er in dem Moment, wo er die Maske des Odo vom Gesicht herunter hatte, wieder er selbst war, w├Ąhrend Nana sagte, dass es f├╝r sie manchmal schwierig gewesen sei. Sie fand es toll, in der Serie bef├Ârdert zu werden, auf dem Kommandantensessel zu sitzen und die "Defiant" zu befehligen. als "Worf" dann an Bord kam, war sie fast eifers├╝chtig, dass nun er die Defiant kommandieren w├╝rde. Rene Auberjonois h├Ârte sich das mit skeptischen Blicken an und sagte dann schlie├člich: "Nana? Das ist nur eine Fernsehserie!"
Darauf Nana: "Ich wei├č ja!"
Zum Singen aufgefordert, wollten beide nicht so recht, daf├╝r tanzten sie kurz ├╝ber die B├╝hne.
Eine Fragesteller sagte, dass er in Frankfurt in einem Museum ein Gem├Ąlde gesehen hat, dessen Maler Rene Victor Auberjonois sei, ob denn Rene diesen Mann kennen w├╝rde. Darauf Auberjonois: "Das ist mein Gro├čvater." Der lebte in Lausanne und war ein ber├╝hmter Maler. Als er, Rene, noch ein kleiner Junge war, bekam sein Grossvater Besuch von Igor Strawinsky. Weiter kam er nicht mit seiner Erz├Ąhlung, denn Nana stand mit offenem Mund auf der B├╝hne und meinte v├Âllig fassungslos: "Du kennst Strawinsky? Da kenne ich dich nun wer wei├č wie lange und das hast du mir nie erz├Ąhlt!" Auberjonois grinste und meinte, dass kennen wohl zu hoch gegriffen sei, er durfte Strawinsky die Hand geben und dann wurde er aus dem Zimmer geschickt. Aber Nana kam gar nicht dar├╝ber hinweg. W├╝rden die beiden wieder in Star Trek mitwirken, wenn sie ihr Leben noch einmal leben k├Ânnten, war eine andere Frage. Beide versicherten glaubhaft, das sie es ant├╝rlich wieder machen w├╝rden. Es sei eine besondere Erfahrung und die sieben Jahre, die mit ihren Kollegen dort hatten, w├Ąren au├čerordentlich gewesen. Ob sie sich denn mit den Anderen treffen w├╝rden, das beantworteten beide mit den Worten, ja manchmal auf Conventions oder zuf├Ąllig. W├Ąre auch schon vor gekommen, dass man zuf├Ąllig im gleichen Flugzeug sass. Dann setzt man sich zusammen, trinkt was miteinander oder geht essen und erz├Ąhlt sich, was man in der Zwischenzeit so alles erlebt hat. Beide sagten, dass sie die Fragen ihrer deutschen Fans immer sehr intelligent f├Ąnden, es seien besondere Fragen, sie w├Ąren gerne hier. Nana sagte noch, dass sie am Rheinufer einen Stein gefunden habe und den mit nach Las Vegas, wo sie jetzt wohnt, nehmen w├╝rde, denn Steine seien das Einzige, was dort im Garten w├Ąchst. Die beiden wurden mit herzlichem Applaus verabschiedet.

Gemischtes von der Con

Dass Swissotel in Neuss wr eine gute Wahl. Die Verkehrsanbindung war gut, gleich nebendran gab es ein grosses Einkaufszentrum mit Saturn, Real-Kauf, Kik und vielen anderen Gesch├Ąften. Leider gab es nicht allzu viele Restaurants zur Auswahl, vor allem am sp├Ąteren Abend war keines mehr ge├Âffnet, was daran lag, dass dieser Teil von Neuss ein Gewerbegebiet ist.
Man konnte sowohl durch den Haupteingang, als auch durch einen Nebeneingang zum Congel├Ąnde kommen. Der Nebeneingang war im Untergeschoss, wo man auch die H├Ąndler untergebracht hatte. Dort gab es auch Tische an denen man einen kleinen Imbiss oder ein Getr├Ąnk zu sich nehmen konnte. Die Restauration war gut geplant, man konnte zwischen verschiedenen Gerichten w├Ąhlen, es gab Kaffee (sehr wichtig!9 und auch Kuchen. Wem das nicht zusagte, konnte sich am Stand von Premiere mit Marsriegeln verk├Âstigen. Paramount verkaufte f├╝r einen wohlt├Ątigen Zweck (Kinder in Not) T-Shirts f├╝r einen Euro, die auch sehr gut weg gingen. Besonderes Highlight war offenssichtlich eine Seven of Nine Statue in Lebensgr├Âsse, die gerne f├╝r Fotos in Anspruch genommen wurde.
Die Autogrammstunden gingen z├╝gig vonstatten, lag vielleicht auch daran, dass viele die meisten der Schauspieler schon mehrmals gesehen hatte und mit Autogrammen versorgt war. Leider waren auch die Signaturen im Programmheft nicht kostenlos, so dass sich mancher es wohl verkniff, sich die Fotos im Heft unterschreiben zu lassen.
Zur Cocktailparty kann ich nichts schreiben, da wir in diesem Jahr nicht daran teilnahmen. Grund war, dass es im letzten Jahr nicht so lief, wie wir es erhofft hatten. Anduetungsweise war zu h├Âren, dass man bis zu einer Stunde auf sein Getr├Ąnk warten musste.
Dagegen war die Con-Party am Samstag abend einfach nur toll. Der DJ fand genau die richtige Musikmischung und so ging es laut und lustig bis in die fr├╝hen Morgenstunden.
Besonders bemerkenswert war, dass die Closing Ceremony p├╝nktlich auf die Minute begann und wir uns relativ fr├╝h auf den Heimweg machen konnten.
Zu Manu Intiraymi kann ich auch nicht viel schreiben, da ich nur einen kleinen Teil seines Panels sah. Er wirkt wesentlich erwachsener als bei seinem letzten Auftritt bei der Galileo.
Auch Patty Yasutake habe ich mir nicht angesehen, da, wie schon erw├Ąhnt ich kein TNG Fan bin.
Alles in allem war es eine gelungene Convention, wir hatten unseren Spass. Das Highlight war nat├╝rlich Patrick Stewart, aber vielleicht sollte man bei den n├Ąchsten Conventions der Galileo auch mal Schauspieler aus anderen Serien einladen, oder wenigstens ein paar Leute, die noch nicht so oft da gewesen sind. Auch wenn man das Gef├╝hl hat, diese Schauspieler gut zu kennen und es fast wie ein Wiedersehen mit alten Freunden ist, w├Ąre es doch sch├Ân, mal neue Gesichter, zum Beispiel aus Enterprise, zu sehen.

Closing Ceremony

Die drei Conventiontage waren mal wieder wie im Flug vergangen und p├╝nktlich um siebzehn Uhr begann die Closing Ceremony, bei der sogar Patrick Stewart anwesend war.
Doch zun├Ąchst gab es die obligatorischen Danksagungen, die Mitarbeiter und Helfer wurden vorgestellt und bekamen den verdienten Beifall. Das muss auch mal gesagt werden, die Ordner und Helferlein bei der Galileo sind bestimmt die Nettesten, die es in diesem Gewerbe gibt.
Schlie├člich und endlich wurden die Starg├Ąste noch einmal auf die B├╝hne gerufen, leider war Rene Auberjonois schon abgereist, da er noch eine Verpflichtung hatte. Patrick Stewart kam als Letzter auf die B├╝hne, umarmte Nana und begr├╝├čte auch alle anderen Schauspielerkollegen herzlich und unter grossem Applaus wurden alle verabschiedet. Rene Ahlberg hatte f├╝r das n├Ąchste Jahr, f├╝r die Galileo After Eight, die wiederum in Neuss statt finden soll, angek├╝ndigt, dass Brent Spiner zu 90% zugesagt hat. Seien wir also neugierig, was die n├Ąchste Galileo Convention bringen wird.

Con-Splitter

Es geschah bei der Galileo in Neuss (auch davor und danach), dass....

...wir mal wieder in Diemelstadt bei McDonalds auffielen.
....Sonja, Anja und Doro das preisg├╝nstigste Hotel aller bisher gelaufenen
    Conventions hatten.
...Der Schlachtruf "Auf den Rettich" die Nichteingeweihten erstaunte.
...Wir einen nach gemachten Vulkanier namens Willi mit einer genau so
    nach gemachten T'Pring zu sehen bekamen...grins!
...Sonja und Suse beim Panel von Patti Yasutake ins Reich der Tr├Ąume
    glitten.
...Nana Visitor etwas ins Fettn├Ąpfchen trat, als sie auf die Frage, ob
    sie schon mal ihre deutsche Stimme geh├Ârt habe, zwar mit Ja ant-
    wortete, doch gleichzeitig meinte, dass wir uns auch mal das Original an
    h├Âren sollten, damit k├Ânnten wir unser Englisch aufbessern. Da war wohl der
    Mund schneller als der Kopf gewesen und es war ihr sichtlich
    peinlich.
...Doro nach der Feststellung, dass sie sich ja noch gar keine Pein-
    lichkeit geleistet hatte, gleich darauf genau dieses tat.
...die jungen M├Ąnner am Nebentisch beim Fr├╝hst├╝ck sich danach ├╝ber
    eine pl├Âtzlich leere Kaffeekanne wunderten.
...sich Sonja beim gleichen Fr├╝hst├╝ck die rechte "Elvira" mit Senf
    w├╝rzte, grins.(Fragt Sonja, wer Elvira ist!)
... Anja viel Spass bei der Party hatte, am Morgen danach nicht so sehr.
...wir sofort von J.G.Hertzler als Goslarer identifiziert wurden.
...Anja, Sonja und Doro am Freitagabend eine Flasche Baileys in Rekordzeit
    leerten und danach sehr lustig waren.
...wir auch im Taxi auffielen.
...Sonja bei der Heimfahrt versuchte, ihrem Captain ohne Bet├Ąubung
    den Fu├č zu amputieren.
...J.G.Hertzler am Dienstag nach der Con, in Goslar Kaffee trinken war
    und Jenny ihm (sogar auf englisch) Guten Morgen w├╝nschte!

 
  Druckansicht | Impressum | Disclaimer | Letzte Änderung: 12.10.2004